Glaskuppe wird per "Manipulator" justiert

Firma Wagner findet Lösungen für Mekka

  Foto: Fadi El Benni of Al Jazeera English
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Wie montiert man 1,8 Tonnen schwere Glasscheiben in mehr als 400 Metern Höhe? Für diese Frage haben die Mitarbeiter der Halterner Firma Wagner eine Lösung gefunden, die am „Mecca Clock Tower“, dem zweithöchsten Gebäude der Welt, zum Einsatz kommt.

Das Mecca Royal Tower Hotel ist eine Hochhausgruppe, die in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Der Wolkenkratzer wird 601 Meter hoch in den Himmel ragen: Nur das „Burdsch Cchalifa“ in Dubai ist höher (828 Meter). Der Turm in Mekka hat eine Million Quadratmeter Nutzfläche, um den muslimischen Pilgern, die zu den heiligen Stätten kommen, Platz zu bieten. 30 000 Gäste können maximal untergebracht werden.

Besonders ins Auge fallen beim „Mecca Royal Tower“ die Uhr, die Big Ben nachempfunden ist, und der Halbmond an der Spitze. Dazwischen, über den 18 Meter langen Zifferblättern der Uhr, haben die Architekten eine Glaskuppel vorgesehen. Bestehend aus 400 einzelnen Scheiben, die bis zu 1,8 Tonnen schwer sind und geneigt oder sogar überhängend montiert werden.

Der "Manipulator"

Die Firma, die den Auftrag erhielt, fragte bei Wagner Stapler-System-Technik an – dort konstruierte man daraufhin den „Manipulator“. Ein Gerät, das fest an der Spitze eines Krans angebracht ist und die Scheiben per Unterdruck ansaugt. 0,72 Bar und zwölf Saugnäpfe reichen, um die Scheibe sicher transportieren und justieren zu können. „Eine Unterdruckeinheit hätte ausgereicht, aber wir haben zur Sicherheit eine komplett separate, zweite Unterdruckeinheit eingebaut“, sagt Marc Frey, Leiter des Marketings.

Zwei Männer können im Montagekorb die Scheibe direkt zum Einsatzort bringen, und nutzen eine Fernsteuerung, die die Scheibe um alle drei Achsen millimetergenau drehen und neigen kann.
Stichwort Mitarbeiter: Hat die Firma Wagner auch eigene Mitarbeiter mit nach Mekka geschickt?

Mekka nur für Muslime

„Wir hätten unsere Spezialisten gerne zur Montage nach Mekka geschickt, auch wenn das bedeutet hätte, dass sie in etwa 400 Metern Höhe hätten arbeiten müssen. Nicht-Muslimen ist das aber leider nicht gestattet“, sagt Frey.
Der „Manipulator“, der im Dezember gen Mekka geschickt wurde, werde übrigens vor Ort bleiben, so Frey. „Falls mal eine Scheibe ausgetauscht werden muss.“

 

 


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